Psychoanalyse

Der Begründer der klassischen Psychoanalyse ist Sigmund Freud, welcher sein Konzept während der Jahre nach dem Entwurf immer wieder modifizierte und abwandelte. Er selbst definiert Psychoanalyse 1923, gut 20 Jahre nach seinem ersten Buch “Traumdeutung”, so: “Psychoanalyse ist der Name erstens eines Verfahrens zur Untersuchung seelischer Vorgänge, welche sonst kaum zugänglich sind, zweitens einer Behandlungsmethode neurotischer Störungen, die sich auf diese Untersuchung gründen, drittens eine Reihe von psychologischen, auf solchem Wege gewonnenen Einsichten, die allmählich zu einer neuen wissenschaftlichen Disziplin zusammenwachsen”.

Freud ging davon aus, dass sich bei jedem Menschen ein “Grundmuster” vorfindet, ein Schema das definiert, wie sich der Mensch in Spannungssituationen und Auseinandersetzungen verhält. Dieses Grundmuster befindet sich außerhalb des rationalen Einflussbereichs eines Menschen und übt einen starken Einfluss auf seine Empfindungen und Gedanken aus. Auf diese Weise ist ein Mensch dazu verdammt unbewußt immer auf dieselbe Weise auf bestimmte Situationen zu reagieren. Hier soll die Psychoanalyse Abhilfe schaffen.

Mit ihrer Hilfe sollen sehr weit zurück liegende Erlebnisse eines Menschen aufgespürt und ihr Einfluss auf das Hier und Jetzt untersucht werden. Auf diesem Wege werden idealerweise die Konflikte gefunden, die ursächlich für ein bestimmtes gegenwärtiges Symptom sind. Sind diese Konflikte einmal aufgedeckt, sollte der Therapeut in der Lage sein das Handlungsmuster und die Motive des Patienten zu verstehen und den therapeutischen Prozess entsprechend zu gestalten. Geklärt werden sollen im Verlauf dieser Therapie die Blockaden, Phobien und inneren Konflikte des Patienten mit dem Ziel, diesem zu einer Abänderung seines Verhaltens zu verhelfen. Am Ende steht somit hoffentlich die Auflösung der Konflikte und Defizite und die Ermöglichung einer glücklicheren, weil stressfreien Lebensführung.

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