Die Zahl der Ausbildungsstätten für die Coaching-Ausbildung ist fast unüberschaubar. Die große Auswahl erschwert es den Interessenten, die geeignete Ausbildungsstätte zu finden. Eine pauschale Empfehlung kann nicht gegeben werden, da jeder Interessent andere Vorkenntnisse und Zielsetzungen hat.
Zunächst einmal kann man im Bekanntenkreis nach Erfahrungen fragen und sich so einen Überblick verschaffen, worauf bei der Wahl der Ausbildungsstätte zu achten ist. Der Deutsche Bundesverband für Coaching e. V. (DBVC) führt eine Liste von Einrichtungen, die strengen Qualitätsanforderungen entsprechen. Auch bei Einrichtungen außerhalb dieser Liste erhält man Abschlüsse und Zertifikate, die allgemein angenommen werden.
Wenn Sie nun einige Ausbildungsstätten herausgesucht haben, vergleichen Sie die Angebote genau. Klären Sie alle Kosten für Seminare, Zertifikate und Unterrichtsmaterialien, für Unterkunft und Verpflegung. Fragen Sie nach dem genauen zeitlichen Umfang und nach den Storno-Gebühren.
Lassen Sie sich bei einem kostenlosen Vorgespräch schriftliche Unterlagen geben, aus dem Lehrinhalte und Lehrmethoden hervorgehen. Werden Ihre Erwartungen und Zielsetzungen an dieser Ausbildungsstätte erfüllt? Seriöse Einrichtungen führen hierzu spezielle Gespräche. Welche Qualifikationen haben die Dozenten? Gibt es Referenzen oder Veröffentlichungen? Alle diese Angaben können Sie relativ leicht vergleichen. Aber lassen Sie sich nicht mit Versprechungen und Superlativen beeindrucken.
Um einen tieferen persönlichen Eindruck von der Ausbildung zu bekommen, vereinbaren Sie eine kostenlose Teilnahme an einem Seminartag. Hier vertrauen Sie unbedingt Ihrem Bauchgefühl. Welchen Eindruck machen die Dozenten? Sind sie didaktisch gut ausgebildet? Gehen sie flexibel auf die Teinehmer ein? Sind sie glaubwürdig, haben sie persönliche Reife, psychologisches Wissen? Sind sie fähig zur Selbstreflektion, wie bewältigen sie Konflikte? Lassen Sie sich nicht von technischem Equipment beeindrucken, achten Sie auf die Lehrinhalte.
Ein wichtiges Kriterium ist auch das Verhältnis zwischen Dozent und Teilnehmern. Ist die Beziehung geprägt von Offenheit, Ehrlichkeit, gegenseitige Achtung? Wird konstruktiv zusammen gearbeitet?
Wenn Sie einer Ausbildungsstätte nicht vertrauen, wählen Sie eine andere.
Tags: Coaching-Ausbildung
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Mai 25th, 2009 in 01 - Coaching Grundlagen
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Das autogene Training ist eine weit verbreitete und anerkannte Technik zur Entspannung, die – hat man sie einmal erlernt - dazu geeignet ist, Stress-Symptome und sogar psychosomatische Störungen (vgl. Psychosomatose) erfolgreich zu behandeln. So wird autogenes Training beispielsweise bei Schlafstörungen und anhaltender Nervosität ebenso eingesetzt, wie bei Kopfschmerzen oder Verdauungsstörungen, bei denen keine organische Ursache vorliegt.
Entwickelt wurde das autogene Training in den 1920er Jahren vom Psychiater Johannes Heinrich Schultz. Heute werden Kurse, in denen autogenes Training gelehrt wird, flächendeckend angeboten.
Lernen kann das autogene Training im Prinzip Jeder. Auch Kinder können durch die Übungen lernen, sich wirkungsvoll zu entspannen. Gelehrt wird autogenes Training meistens in Gruppen, aber auch in Einzelkursen. Es sind auch verschiedene Medien wie Bücher oder CDs auf dem Markt, die einem das selbständige Erlernen ermöglichen sollen. Manche Fachleute raten allerdings von einem Selbststudium ab, da hier nicht sichergestellt werden kann, dass es nicht zu Fehlern kommt.
Das autogene Training gliedert sich in sieben Übungen, die durch genügend Training mit der Zeit zu einer totalen Entspannung bei vollem Bewusstsein führen sollen. Die anfängliche Ruhe-Übung dient dem Erreichen eines konzentrationsfördernden Ruhezustands, der die Folgeübungen erleichtern soll. Die anschließende Schwere-Übung führt zu einem Schweregefühl in den Gliedmaßen, dass sich später auf den ganzen Körper ausdehnen soll. Die Wärme-Übung sorgt für eine gesteigerte Durchblutung, die ein angenehmes Wärmegefühl auslöst. Durch die Atem-Übung soll ein tiefes und ruhiges Atmen erreicht werden, dass die Entspannung vertieft. Die Herz-Übung soll für einen ruhigen und regelmäßigen Herzschlag sorgen und so noch weiter entspannen. Die Sonnengeflechts-Übung erwirkt eine tiefere Entspannung durch Konzentration auf den Solarplexus und ein sich von der Körpermitte her ausbreitendes Wärmegefühl. Die Kopf-Übung soll den Kopf klar und bei Bewusstsein halten, während der Körper in Entspannung versinkt.
Um eine intensive Wirkung zu erreichen, sollte regelmäßig trainiert werden, wobei ein Zeitaufwand von einer Viertelstunde täglich ausreichend ist. Hat man die Übungen verinnerlicht, lässt sich der Entspannungszustand bald auch ohne sie schnell erreichen.
Tags: Entspannung, Stressabbau
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Mai 25th, 2009 in 90 - Coaching Lexikon
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Mit dem Neurolinguistischen Programmieren verbindet sich die Zielsetzung, innere Ressourcen erkennen, vertiefen und bewusst anwenden zu können. Als eine Form der Therapie Anfang der siebziger Jahre von Richard Bandler und John Grinder in Santa Cruz (Universität Kalifornien) entwickelt, vereint NLP unterschiedliche Aspekte von Psychotherapien mit lösungsorientierten Managementstrategien.
Der erkenntnisorientierte Teil von NLP konzentriert sich auf die Erfahrung, wie verschiedene Kommunikationsmodelle strukturell beschaffen sind. Die NLP Methodik bündelt Methoden, die es ermöglichen, beispielhaftes Verhalten zu reproduzieren und erfolgreiche Kommunikation nachbilden zu können. Hier geht es um Lernmethoden, die immer wieder geübt, wiederholt und gefestigt werden. Im technischen NLP wird gelernt, wie man mit spezifischen Techniken und Verfahrensweisen Einfluss auf seine Subjektivität nehmen, sich selbst in die gewünschte und erfolgsorientierte Richtung modellieren und programmieren kann.
In akademischen Kreisen erfuhr das Neurolinguistische Programmieren wenig Anerkennung und wird demnach weder als wissenschaftliche Herangehensweise noch als legitime Psychotherapie gewertet. Trotz dieser umstrittenen Sichtweisen wird NLP von vielen Institutionen, Gruppen und Verbänden gelehrt und verwendet. Man sieht es als eine Art Lernmodell, um dauerhaft durch Eigencoaching seine Möglichkeiten zur Einflussnahme auf sein Umfeld sowie seine kommunikativen Strukturen erfolgsorientiert zu verbessern. NLP Übungen helfen, durch Nachahmung und Abbildung aktiv eigene Muster zu verbessern, Handlungsblockaden und Sackgassen des eigenen Denkens und Handelns zu sprengen. Positives Denken wird als Motor zur persönlichen Optimierung gesehen.
Eine Methode des NLP nennt sich beispielsweise “Ankern”, indem man zielgerichtet positive Erfahrungen und damit verbundene Gefühle so stark verinnerlicht und wiederholt, so dass man sie zu späteren Zeitpunkten immer wieder abrufbereit hat und sich vergegenwärtigen kann. Das Neurolinguistische Programmieren eignet sich sicher nicht zur therapeutischen Behandlung von psychischen Erkrankungen und ist auch nicht für jeden Menschen gleich geeignet, labile Persönlichkeiten sollten es eher meiden. Im positiven Sinne kann es richtig angewandt helfen, in zwischenmenschlichen Situationen innere Blockaden zu überwinden und effektiver zu kommunizieren.
Tags: John Grinder, NLP, Richard Bandler
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April 20th, 2009 in 90 - Coaching Lexikon
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Der Ausdruck Shadowing bedeutet übersetzt so viel wie Beschattung und soll ausdrücken, dass jemand einem anderen Menschen wie ein Schatten nicht von der Seite weicht. In der Welt des Coaching wird Shadowing auch als In-the-job-coaching bezeichnet.
Shadowing hat gegenüber anderen Formen des Coachings einige Vorteile. Ein eher triviales Argument für das Shadowing ist, dass es sich auch für Leute eignet, die ansonsten keine Zeit für ein professionelles Coaching erübrigen könnten. Die Begleitung durch einen Coach bei der täglichen Arbeit macht viele Stunden individuelles Coaching überflüssig, das sonst zu Lasten der Arbeitszeit gehen würde.
Ein viel wichtigerer Grund, sich für Shadowing zu entscheiden, ist die Tatsache, dass der Coach dadurch die einmalige Chance hat, seinen Schützling ganz authentisch in dessen normalen Alltag kennen zu lernen. Was ein Coach sonst mühsam durch Fragebögen und Gespräche herausfinden müsste, kann er durch Shadowing selbst erleben. Oft ist es auch bei bestem Willen nicht möglich, einem professionellen Coach ein realistisches Bild von sich selbst zu geben, denn niemand kann sich selbst wirklich neutral betrachten und beschreiben. Auch die Einschätzung anderer Leute ist nicht immer ausreichend, um einer Person gerecht werden zu können. Beim Shadowing kann der Coach als unbefangener Beobachter die Interaktion zwischen den beteiligten Personen mit ansehen, und sich als Experte seine eigenen Gedanken darüber machen.
Damit der Coach sich einen umfassenden Eindruck von den Stärken und Schwächen eines Menschen machen kann, muss er die Möglichkeit haben, diesen eine Weile überall hin zu begleiten. Ganz egal, ob er allein an seinem Schreibtisch sitzt und telefoniert, ob er eine Arbeitssitzung leitet, oder in der Mittagspause in die Kantine geht. Der Coach muss sich so verhalten, dass sich niemand in seiner Gegenwart befangen fühlt oder seine Kommunikation begrenzt.
Die so gewonnenen Erkenntnisse kann der Coach dann dazu verwenden, neue Strategien für seinen Klienten auszuarbeiten, die dieser dann gleich im Arbeitsalltag ausprobieren kann, wieder unterstützt durch den Coach (abo).
Tags: Shadowing
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April 9th, 2009 in 01 - Coaching Grundlagen
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Der Begriff - oder das Schlagwort - “emotionale Intelligenz” entstand zu Beginn der 1990er Jahre. Einerseits zeigte sich darin die Unzufriedenheit mit bisherigen Konzepten von Intelligenz, die in großer Einseitigkeit auf analytische Fähigkeiten und logisches Denken fokussiert waren. Zum anderen kann man darin, aus Perspektive der Kulturwissenschaft, einen fundamental neuen Ansatz erkennen, der bisher in den westlichen oder westlich orientierten Gesellschaften ignoriert oder unterdrückt wurde.
Derartige neue Sichtweisen entspringen nicht “einfach so”, dem kreativen Geist eines Psychologen oder Autors. Sie sind vielmehr Ausdruck langdauernder Entwicklungen, die lange Jahre unausgesprochen und unformuliert reifen, bis sie in das allgemeine Bewusstsein rücken. Insofern kann man die Konzeption einer emotionalen Intelligenz als Ausdruck eines gesellschaftlichen Paradigmenwechsels interpretieren, der auf vielen Ebenen seinen Ausdruck gefunden hat. Die Grundtendenz ist dabei, die rationale und mechanistische Sichtweise der Welt und des Menschen durch eine ganzheitlich orientierte, im tiefsten Sinne humane Betrachtungsweise zu ersetzen.
Emotionale Intelligenz lässt sich prinzipiell in die beiden Bereiche des Umgangs mit sich selbst und des Umgangs mit anderen trennen. Wobei “Umgang” in jedem Fall die Erkenntnis und die Nutzung des Potenzials bedeutet.
Der Begriff der emotionalen Intelligenz ist in der Literatur nicht eindeutig definiert. Die Tatsache, dass Tests, ähnlich den IQ-Tests, auch für diesen Bereich vorliegen, wirft ein Licht auf die Problematik: Wie sollen nach standardisierten Verfahren jene Werte und Fähigkeiten überprüft und bewertet werden, die als Ergänzung oder eher als Überwindung solcher Meßverfahren anzusehen sind?
Emotionale Intelligenz bedeutet das Erkennen der eigenen Stärken und Schwächen und deren Einsatz zum Erreichen der selbstgesteckten Ziele. Bezogen auf andere Menschen umfasst der Begriff die Fähigkeit zur Kommunikation, zum Anknüpfen und zum Erhalten von Beziehungen und die Fähigkeit zur Empathie, also zum Einfühlen in die Stimmungslage des Gegenübers. Emotionen sollen erkannt und genutzt werden, sollen von Störfaktoren oder Nebenprodukten zu planvoll und kreativ genutzten Triebkräften für den persönlichen Erfolg gemacht werden.
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März 17th, 2009 in 90 - Coaching Lexikon
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Als Mentoring wird heute im Allgemeinen ein Personalentwicklungsinstrument bezeichnet, welches insbesondere in größeren Unternehmungen, aber auch in Hochschulen und anderen Institutionen zum Einsatz kommt. Der mit dem Mentoring beabsichtigte Zweck ist stets ein Wissenstransfer zwischen zwei beteiligten Personen. Hierbei gibt eine in einer bestimmten Funktion oder Tätigkeit sehr erfahrene und daher oftmals ältere Person ihr fachliches oder ihr Erfahrungswissen ab an eine andere, meist wesentlich jüngere Person ab, die dann als Mentee oder auch als Protegé bezeichnet wird. Dabei entwickelt sich ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis aus Zeit. Ziel all dieser Handlungen ist es, den Mentee durch eine solche Mentor–Beziehung bei seiner persönlichen und beruflichen Weiterentwicklung zu unterstützen.
Mentoring findet in vielen Bereichen statt. Am Bekanntesten ist vielleicht der Bereich der Politik, in welchem etwa Konrad Adenauer die Rolle des Mentors gegenüber seinem Mentee, Helmut Kohl, zugeschrieben wurde. Andere gesellschaftliche Sektoren, in welchem ein ausgeprägtes Mentoring statt findet, ist etwa die Sport-, die Freizeit- und die Unterhaltungsbranche.
Während des Mentorings können grundsätzliche alle Bereiche menschlicher Existenz thematisiert werden, einschliesslich Glauben und Spiritualität. Eine spezielle Ausbildung für den Mentor ist nicht vorgesehen, davon unterscheidet er sich deutlich vom „Coach“, der eine solche Ausbildung idealerweise nachweist.
Mentoring kann unter verschiedenen Rahmenbedingungen statt finden, sowohl in formalen Strukturen, als auch, bei gleicher Zielsetzung, völlig informell. Bei letzterem spielen dann freundschaftliche Beziehungen oder, gerade auch in letzter Zeit, die wachsende Zahl von Alumni - Netzwerken eine große Rolle.
In Unternehmen, Verbänden, Hochschulen und anderen Institutionen kommt hauptsächlich die Variante des formellen Mentoring, mit jeweils durchstrukturierten und formellen Mentoring Programmen zum Einsatz.
Interessant zu wissen ist, dass Mentor, der griechischen Sage nach, der Freund Odysseus war und der Erzieher dessen Sohnes Telemach.
Tags: Mentee, Mentor
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Februar 11th, 2009 in 90 - Coaching Lexikon
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Der Begriff Interim Management stammt aus dem Lateinischen und steht übersetzt für „einstweilen“ oder aber „unterdessen“. Hierbei handelt es sich grundsätzlich um eine aus unterschiedlichen Gründen befristete Art des Managements in Unternehmen.
Während Unternehmensberater im Rahmen einer Stabsstelle im Unternehmen aktiv sind, ist das Interim Management für die verantwortliche Ergebnisfindung innerhalb einer sogenannten Linienposition aktiv und verlässt das Unternehmen in dem Augenblick, wenn für die Problematik eine Lösung gefunden wurde und hieraus eine Stabilisierung der Abläufe erzielt werden konnte und die Bereichsführung oder auch die Unternehmensführung sich etabliert hat oder wenn ein Relaunch einer Geschäftseinheit erfolgreich durchgeführt wurde.
Das Interim Management wurde erstmals in den Niederlanden in den 1970er Jahren durchgeführt und hat sich seither zu einem festen Bereich des Managements etabliert.
Inzwischen ist es in Deutschland auch der Fall, dass auf das Erfahrungswissen von Senioren oder aber Mitarbeitern im Ruhestand zurückgegriffen wird, um Interim Management auf Erfahrungswerten beruhend durchzuführen. Das Stichwort „Erfahrung Deutschland“ wurde hierfür als Name dieser Initiative gewählt. In diesem Bereich des Interim Management werden Senioren für Projekte einbezogen oder aber sie nehmen eine zeitlich befristete beratende Tätigkeit wahr.
Gern wird für den Begriff Interim Management auch das Synonym Management auf Zeit genutzt, weil dieses Management im Regelfall zur Überbrückung von Ausfällen im Personalbereich oder für die zeitlich begrenzte Bereichsleitung genutzt wird, damit dann ein Unternehmensteil, der nicht nach Wunsch funktioniert, saniert werden kann. Von Betriebsleitungen wird der Interim Manager gern als Feuerwehr betrachtet, der dann unangenehme Aufgaben übernimmt, die sich in bei Mitarbeitern unerwünschten Umstrukturierungen oder sogar Schließungen von Unternehmensteilen ergeben und für die der Interim Manager die Abwicklung leitet. Das verleiht dem Interim Manager bzw. seinem Aufgabenbereich auch gern die Bezeichnung des „Dirty Jobs“.
Aber nicht immer müssen unliebsame Jobs übernommen werden, auch wenn die vorhandenen Kapazitäten im Unternehmen nicht ausreichen, wird gern auf den Interim Manager zurückgegriffen, um kurzfristig Kapazitäten aufstocken zu können.
Tags: Interimsmanagement
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November 19th, 2008 in 90 - Coaching Lexikon
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Der Begründer der klassischen Psychoanalyse ist Sigmund Freud, welcher sein Konzept während der Jahre nach dem Entwurf immer wieder modifizierte und abwandelte. Er selbst definiert Psychoanalyse 1923, gut 20 Jahre nach seinem ersten Buch “Traumdeutung”, so: “Psychoanalyse ist der Name erstens eines Verfahrens zur Untersuchung seelischer Vorgänge, welche sonst kaum zugänglich sind, zweitens einer Behandlungsmethode neurotischer Störungen, die sich auf diese Untersuchung gründen, drittens eine Reihe von psychologischen, auf solchem Wege gewonnenen Einsichten, die allmählich zu einer neuen wissenschaftlichen Disziplin zusammenwachsen”.
Freud ging davon aus, dass sich bei jedem Menschen ein “Grundmuster” vorfindet, ein Schema das definiert, wie sich der Mensch in Spannungssituationen und Auseinandersetzungen verhält. Dieses Grundmuster befindet sich außerhalb des rationalen Einflussbereichs eines Menschen und übt einen starken Einfluss auf seine Empfindungen und Gedanken aus. Auf diese Weise ist ein Mensch dazu verdammt unbewußt immer auf dieselbe Weise auf bestimmte Situationen zu reagieren. Hier soll die Psychoanalyse Abhilfe schaffen.
Mit ihrer Hilfe sollen sehr weit zurück liegende Erlebnisse eines Menschen aufgespürt und ihr Einfluss auf das Hier und Jetzt untersucht werden. Auf diesem Wege werden idealerweise die Konflikte gefunden, die ursächlich für ein bestimmtes gegenwärtiges Symptom sind. Sind diese Konflikte einmal aufgedeckt, sollte der Therapeut in der Lage sein das Handlungsmuster und die Motive des Patienten zu verstehen und den therapeutischen Prozess entsprechend zu gestalten. Geklärt werden sollen im Verlauf dieser Therapie die Blockaden, Phobien und inneren Konflikte des Patienten mit dem Ziel, diesem zu einer Abänderung seines Verhaltens zu verhelfen. Am Ende steht somit hoffentlich die Auflösung der Konflikte und Defizite und die Ermöglichung einer glücklicheren, weil stressfreien Lebensführung.
Tags: Freud, Psychoanalyse
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Oktober 25th, 2008 in 90 - Coaching Lexikon
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Coaching gehört zu den aktuellen Themen der Unternehmensberatung. Der Begriff coach bedeutet Kutsche und kommt aus dem amerikanischen Sprachgebrauch, wo es in den Erfolgsbüchern, die seit Dale Carnegie’s „Denke nach und werde reich!“ eine Serie von ähnlichen Ratgeberbüchern gab.
Ein professioneller Berater kann bei der Optimierung des Lebens- und Karriereweges viel helfen. Davon weiß Talane Miedaner in Ihrem Bestseller “Coach Dich selbst, sonst coacht Dich keiner!” ein Lied zu singen. Die Tipps in diesem Buch sind wirklich nützlich für den Alltag und die Selbstorganisation, doch das einzige was an diesem Buch nicht stimmt, ist der Titel. Niemand kann sich wirklich erfolgreich auf Dauer allein coachen, denn sonst gäbe es nicht zahlreiche Verbände und Organisationen, in denen sich Berufscoaches zusammenschließen. Ein Coach ist zwar keine Kutsche, und doch bringt er seinen Klienten an einen anderen Ort seiner selbst!
Wer einen Coach sucht, kann sich auch lokal informieren oder bei Coachingpartnervermittlungen im Internet. Die Lektüre eines guten Coaching oder Selbstmanagementbuches kann auch ein guter Einstieg sein. Den passenden Coach für sein Anliegen findet man in der Regel unter den erfolgreichen Vorbildern seiner Branche. Es gibt nicht viele Coaches, die zum Beispiel “Personality Styling”, eine moderne Form der ganzheitlichen Persönlichkeitsoptimierung von Körper, Stimme, Aussehen, Fähigkeiten und Selbstmanagement bis hin zu emotionalem Ausdruck und Bühnenauftritt anbieten. Charisma-Training oder Optimierung von künstlerischen Auftritten gehören ebenfalls dazu.
Ein Überblick über die aktuellen Coachingverbände zeigt, dass die Organisationen vielschichtig und auch unterschiedlich sind. Zur besseren Information fordert man die Programme und Angebote dort an oder informiert sich auf der Internetseite der einzelnen Organisationen:
- DBVC - Deutscher Bundesverband Coaching e.V.
- DCV - Deutscher Coaching Verband e.V.
- DGfC - Deutsche Gesellschaft für Coaching e.V.
- dvct - Deutscher Verband für Coaching und Training e.V.
- ICF - International Coach Federation Deutschland e.V.
- BDP - Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V.
- BDU - Bundesverband Deutscher Unternehmensberater e.V.
- BDVT - Berufsverband der Trainer, Berater und Coaches
- DCG - Deutsche Coaching Gesellschaft e.V.
- DGCo - Deutsche Gesellschaft für ganzheitliches Coaching e.V.
- DGSF - Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie e.V.
- DGSv - Deutsche Gesellschaft für Supervision e.V.
- Deutscher NLP Coaching Verband e.V.
- SG - Systemische Gesellschaft, Deutscher Verband für systemische Forschung, Therapie, Supervision und Beratung e.V.
Jeder hochgradig Erfolgreiche hatte einen sehr guten Lehrer und Motivator, Biographien und Autobiographien erfolgreicher Menschen berichten davon.
Tags: BDP, BDU, BDVT, Dale Carnegie, DBVC, DCG, DCV, DGCo, DGfC, DGSF, DGSv, dvct, ICF, NLP, SG, Talane Miedaner
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September 27th, 2008 in 01 - Coaching Grundlagen, 10 - Coaching Verbände
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Besonders selbstständige Unternehmer nutzen heute immer häufiger den Service einen Business-Coachs. Aber auch Großkonzerne rekrutieren die meist freiberuflichen Trainer in regelmäßigen Abständen für verschiedenste Seminare für die gesamte Belegschaft.
Der Job eines Business-Coachs setzt sich grob aus zwei unterschiedlichen Bereichen zusammen. Das vorwiegend für Selbstständige vermittelte unternehmerische Training und das häufig an fest angestellte Führungskräfte gerichtete Motivations- und Kommunikationstraining.
Oftmals haben Existenzgründer kein betriebswirtschaftliches Studium absolviert und sehen sich daher nicht selten mit verschiedenen Problemen konfrontiert. Denn weder Bilanzrechnungen noch die richtige Personalführung lassen sich einfach so aus dem Ärmel schütteln. Viele von ihnen nehmen deswegen an unternehmerischen Trainings teil, beispielsweise an Existenzgründer-Seminaren. Hier bringt der Business-Coach unternehmerisches Know-How und ein Feingefühl für das professionelle Wirtschaften bei. Wer seine Kenntnisse hier vertiefen will, kann dies oftmals in fortführenden Folgeseminaren tun oder begleitend die durch den Business-Coach empfohlene oder selbst verfasste Lektüre lesen und sich damit selbst fortbilden. Damit lassen sich dann auch erste Angebote für Existenzgründerkredite etc. korrekt bewerten und eine solide Finanzierung für das eigene Business aufstellen.
Besonders auf Top-Manager in internationalen Großkonzernen lastet täglich ein großer Druck, immerhin müssen sie die Ziele des Unternehmens mit den Wünschen und Bedürfnissen der Angestellten zusammen bringen und haben nicht selten die alleinige Verantwortung über große finanzielle Gewinne und Verluste des Unternehmens.
Damit der stressige Alltag nicht noch durch Personalkonflikte und schlechter Teamarbeit belastet wird, werden kommunikative Fähigkeiten immer wichtiger - und hier kann selbst das betriebswirtschaftliche Studium nicht weiterhelfen.
Der Job eines Business-Coachs bezieht sich in solchen Fällen weniger auf das Trainieren von unternehmerischen Fähigkeiten, sondern viel mehr auf das Vermitteln von so genannten Soft Skills, also verhaltensorientierte Kenntnisse. In dieser Art von Coachings wird die Aufstellung und der Umgang mit Teams und Arbeitsgruppen thematisiert, aber auch konkrete Mitarbeitermotivation, die nicht nur bei Krisen unverzichtbar ist.
Während das Business-Coaching bis vor einigen Jahren vor allem für Großkonzerne noch als überflüssig galt, belegen zahlreiche Untersuchungen heute die positiven Auswirkungen auf soziale und geschäftliche Aspekte in der Unternehmerwelt.
Tags: Business-Coaching
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September 17th, 2008 in 01 - Coaching Grundlagen
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